FAQ
Viele Patienten haben ähnliche Fragen zu meiner Arbeit, den Abläufen oder organisatorischen Themen. Deshalb habe ich die wichtigsten Informationen hier übersichtlich für Sie zusammengestellt. Sollten Sie darüber hinaus noch etwas wissen möchten, können Sie mich jederzeit direkt ansprechen.
Wer übernimmt die Kosten für die Behandlung?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung in der Regel nicht. Für Selbstzahler kostet der erste Termin 100 Euro, weitere Termine liegen zwischen 60 und 80 Euro.
Privat- und Zusatzversicherte erhalten eine individuelle Abrechnung nach der GebüH (Gebührenordnung für Heilpraktiker).
Bitte beachten Sie, dass eine vollständige Kostenübernahme durch die Krankenversicherung nicht garantiert werden kann.
Chiropraktik oder Chirotherapie – was ist der Unterschied?
Viele Menschen verwenden die Begriffe Chiropraktik und Chirotherapie synonym – tatsächlich handelt es sich aber um zwei deutlich unterschiedliche Ansätze.
Beide beschäftigen sich mit dem Bewegungsapparat, insbesondere der Wirbelsäule, unterscheiden sich jedoch in Philosophie, Zielsetzung und Methode.
Amerikanische vs. Deutsche Chiropraktik?
Amerikanische Chiropraktik
Die Amerikanische Chiropraktik ist eine ganzheitlich orientierte Methode, die mit sehr präzisen, schnellen und kleinen Impulsen arbeitet – den sogenannten Adjustments.
- Sie zielt darauf ab, einzelne blockierte Gelenke gezielt zu mobilisieren.
- Der Impuls erfolgt schnell, kurz und kontrolliert, meist ohne Krafteinsatz.
- Im Mittelpunkt steht nicht nur die mechanische Bewegung, sondern vor allem die neuronale Wirkung – also der Einfluss auf Nerven, Haltung und Selbstregulation des Körpers.
- Die Methode ist schonend und kann regelmäßig angewendet werden.
- Studien zeigen, dass wiederholte chiropraktische Behandlungen keine negativen Auswirkungen haben.
Die Amerikanische Chiropraktik versteht sich als ganzheitliche Unterstützung des Nervensystems – mit dem Ziel, die natürliche Kommunikation zwischen Gehirn und Körper zu fördern und damit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Chirotherapie / Deutsche Chiropraktik
Die Chirotherapie (auch als Deutsche Chiropraktik bezeichnet) wird meist von Ärzten mit entsprechender Zusatzqualifikation angewendet und ist stärker schulmedizinisch geprägt.
- Sie arbeitet mit größeren Hebeln und erfordert oft mehr Kraftaufwand.
- Die Techniken sind weniger spezifisch und wirken meist auf ganze Bewegungsabschnitte statt auf einzelne Gelenke.
- Das Hauptziel ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit.
- Der Ansatz ist stärker mechanisch orientiert und legt weniger Fokus auf die feine nervale Steuerung.
- Vorteil: Die Behandlung kann in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.
- Nachteil: Durch den höheren Kraftaufwand kann die Methode bei häufiger Anwendung belastender sein und wirkt weniger präzise.
Der Unterschied in kurz
Die Amerikanische Chiropraktik betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit – als Einheit aus Körper, Geist und Nervensystem. Sie unterstützt die natürliche Selbstregulation des Körpers, indem sie die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper verbessert.
Die Chirotherapie hingegen konzentriert sich auf die mechanische Beweglichkeit und ist vor allem dann hilfreich, wenn akute Bewegungseinschränkungen im Vordergrund stehen.
Beide Methoden haben ihre Berechtigung, entscheidend ist, welches Ziel erreicht werden soll: mechanische Beweglichkeit oder ganzheitliche Funktionsverbesserung.
Warum knackt es?
Viele Patienten wundern sich über das typische Knackgeräusch, das manchmal bei einer chiropraktischen Behandlung zu hören ist.
Doch keine Sorge – das Geräusch ist völlig harmlos und kein Zeichen dafür, dass „Knochen aufeinandertreffen“ oder etwas „herausspringt“.
Es handelt sich um einen ganz natürlichen physikalischen Vorgang im Gelenk. Die häufigste Erklärung: Kavitation.
Nach aktuellem Forschungsstand entsteht das Knacken durch die sogenannte Kavitation. Dabei bilden sich in der Gelenkflüssigkeit kleine Gasbläschen, wenn sich der Druck im Gelenk während eines chiropraktischen Impulses kurzzeitig verändert. Diese Bläschen platzen oder kollabieren wieder – und genau dabei entsteht das charakteristische Knackgeräusch. Dieses Phänomen kennt man übrigens auch aus anderen Alltagssituationen, zum Beispiel wenn man die Fingerknöchel „knacken“ lässt.
Gibt es weitere wissenschaftliche Fragestellungen?
Neben der Kavitation werden noch weitere Modelle diskutiert, die das Knackgeräusch ergänzend erklären könnten:
Dehnung tiefliegender Wirbelmuskeln
Ein chiropraktischer Impuls ist sehr schnell und kurz. Dabei werden kleine, tief liegende Muskeln wie die Mm. multifidi oder Mm. rotatores plötzlich gedehnt.
Diese Dehnung kann eine rasche Entladung von Muskelspindeln auslösen – manche Forscher vermuten, dass auch dies zu einem hörbaren Geräusch beitragen kann.
Lösen von kleinen Verklebungen im Gelenkspiel
In den Gelenkkapseln oder Zotten der Gelenkschleimhaut kann es durch Bewegungsmangel oder Fehlbelastung zu feinen Verklebungen kommen.
Wird das Gelenk durch den chiropraktischen Impuls wieder in Bewegung gebracht, können sich diese Verklebungen lösen – ebenfalls manchmal hörbar als sanftes Knacken.
Bedeutet Knacken immer, dass die Behandlung erfolgreich war?
Nein. Ein erfolgreicher chiropraktischer Impuls kann auch ganz ohne Knackgeräusch stattfinden.
Das Ziel der Behandlung ist nicht das Geräusch selbst, sondern die verbesserte Beweglichkeit, Koordination und Signalübertragung im Nervensystem.
Das Knacken ist also lediglich eine mögliche Begleiterscheinung – nicht der Maßstab für Wirksamkeit.
Das Knacken bei einer chiropraktischen Justierung ist ein völlig natürlicher und ungefährlicher Vorgang. Wichtiger als das Geräusch ist, dass die Funktion und Beweglichkeit des Gelenks verbessert werden und genau das ist das Ziel der Amerikanischen Chiropraktik.